München · Richard-Wagner-Straße 9

Lebendiges
Bewusstsein

Psychodynamische Gruppen für Beziehung,
Autonomie und Präsenz.
Gegenwart, die Geschichte hat.
Bleiben

Wir sind Zoltan Gal und Sebastian Peschke, Psychologe und Psychotherapeut. Unsere Gruppen arbeiten an zwei Achsen: Ich und Du — Beziehung. Hier und Jetzt — Gegenwart. Was dort sichtbar wird, sind die eigenen Muster im lebendigen Kontakt: Nähe, Autonomie, Schutz, Sehnsucht.

Einführungswochenende · Fr 30.10., 15 Uhr – Sa 31.10., 17 Uhr
Fortlaufend I · dienstags 8–10 Uhr, ab 10.11.2026
Fortlaufend II · Wochenendgruppe, ab 27./28.11.2026
Als Gruppenpsychotherapie über gesetzliche und private Kassen abrechenbar
In Kooperation mit der Psychosomatischen Beratungsstelle
Die Arbeit in ihren einfachsten Polen
Jetzt Hier Ich Du

Die eine Achse: Ich und Du — Beziehung. Die andere: Hier und Jetzt — Gegenwart. Die Arbeit geschieht in der Mitte, dort, wo beides gleichzeitig wahr ist.

In jeder Gegenwart sitzenfrühere Beziehungen mit am Tisch.

Etwas will Nähe, etwas will frei bleiben.Das sind keine Gegner —aber wer früh wählen musste, hält sie ein Leben lang für welche.

Der Körper weiß zuerst, was auf dem Spiel steht.Der Satz kommt später und macht ein Bild daraus.

In unseren Gruppen arbeiten wir mit dieser Gegenwart, die Geschichte hat: mit dem, was im Kontakt spürbar wird, und mit dem, was Menschen längst aus ihrem Leben kennen. In der Beziehung zu sich selbst. Zu anderen. Zur Welt.

Es geht nicht um eine bessere Maske und nicht um eine höhere Welt. Es geht darum, genauer in diese zu schauen: auf Muster, Sehnsucht, Autonomie, Scham, Witz, Schweigen, Rückzug, Lebendigkeit — und den Moment, in dem eine Erklärung zu schön klingt.

Warum Gruppen

Eine Gruppe ist kein Publikum.
Sie ist ein Sensorium.

In ihr zeigt sich, was allein oft schwer zu sehen ist: Wer übernimmt Raum? Wer hält sich zurück? Wer schützt andere vor der eigenen Wahrheit? Wer sucht Nähe und verliert dabei die eigene Grenze? Wer wird sehr klug, wenn es eigentlich berührend wird?

Die unruhige Gruppe weiß oft mehr als die brave. Nicht weil Unruhe besser ist, sondern weil sie zeigt, wo etwas lebendig ist, klemmt, ausweicht oder Antwort sucht.

Zu den konkreten Gruppenangeboten →
Zwei Stimmen beschreiben dieselbe Arbeit
Die eine — weit, wie ein Labor
Bewusstsein ist nicht nur das Licht, in dem wir uns selbst sehen. Es verändert sich, sobald ein anderer Mensch wirklich dazukommt. Unsere Gruppen sind ein Labor für diesen Moment: wenn Wahrnehmung, Schutz, Sehnsucht, Körper und Kontakt gleichzeitig sichtbar werden.
Die andere — nüchtern, ohne Feier
In der Gruppe wird schnell klar, was man sonst übergeht. Ein Blick. Ein Schweigen. Ein Satz, der zu früh kommt. Ein Witz, der rettet. Wir bleiben damit. Nicht heroisch. Nicht feierlich. Nur lange genug, bis etwas Wirkliches sichtbar wird.

Beide haben recht. Die Arbeit liegt dazwischen.

Das Herzstück

99 Sätze, die unsere Arbeit
nur knapp verfehlen.

Weil der genaueste Satz erst im Raum entsteht. Elf davon — für Sie persönlich, zufällig gezogen. Scrollen Sie langsam, oder springen Sie oben direkt zu den Gruppenangeboten.

1 / 99
Alle 99 Sätze lesen
    Die Haltung

    Präsenz berührt.

    So erleben wir es: Wenn der innere Raum der Gegenwart sich in die Beziehung öffnet, entsteht ein Fluss von Stimmigkeit — das Erleben verflüssigt sich, Vergnügen und Lebendigkeit kommen frei. Nicht weil man weggeht von dort, wo man ist, sondern weil man dort ankommt. Versprechen können wir das niemandem; was in einer Gruppe geschieht, gehört ihr und nicht uns.

    Deshalb beginnen wir nicht mit einem Zielbild, sondern mit einer echten Spannung: Was geht in meinem Leben, meiner Beziehung, meiner Arbeit gerade nicht mehr wirklich auf? Von dort aus geht die Arbeit in drei Bewegungen:

    I

    Wahrnehmen

    Wahrnehmen, was wirklich da ist: im Körper, im Kontakt, in der Geschichte und im Raum.

    II

    Erkunden

    Das Wahrgenommene nicht sofort reparieren, beschönigen oder wegdeuten.

    III

    Antworten

    Aus genauerer Wahrnehmung stimmiger handeln: klarer, freier, verkörperter.

    Alles darf da sein — zugunsten von Anwesenheit, Lebendigkeit, Lebensfreude.

    Was hier zusammenkommt

    Meditation wird hier nicht als Rückzug aus Beziehung verstanden. Sie ist die Fähigkeit, anwesend zu bleiben, wenn Beziehung wirklich geschieht.

    Psychodynamik wird hier nicht nur als Erklärung früherer Muster verstanden. Sie wird im gegenwärtigen Kontakt erfahrbar.

    Wir arbeiten dort, wo Meditation psychodynamisch wird — und Psychodynamik gegenwärtig.

    Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen

    Ein Dienstagmorgen.

    Sie kommen an, hängen die Jacke auf, setzen sich in den Kreis. Es gibt keine Vorstellungsrunde und keinen Smalltalk — die ersten Minuten sind still. Dann spricht, wer sprechen möchte: nicht die Wochenzusammenfassung, sondern das, was jetzt gerade da ist. Manchmal in Paaren, manchmal im ganzen Kreis. Wir beide sind dabei, hören zu, fragen nach, halten den Rahmen.

    Niemand muss etwas erzählen. Schweigen ist eine vollwertige Form der Teilnahme, und niemand wird aufgerufen. Um zehn ist Schluss, pünktlich.

    Was in diesem Raum gesprochen wird, bleibt in diesem Raum. Das gilt für uns beide berufsrechtlich — und wir vereinbaren es zu Beginn ausdrücklich auch untereinander in der Gruppe.

    Sie müssen dafür nichts mitbringen: keine Vorerfahrung, keine Diagnose, keine Methodenkenntnis. Es kommen Menschen, die therapeutisch arbeiten, und Menschen, die noch nie in einer Gruppe waren.

    Die Gruppenangebote

    Ein Auftakt, zwei Rhythmen.

    Das Einführungswochenende ist der gemeinsame Einstieg — danach wählen Sie den Rhythmus, der zu Ihrem Leben passt: wöchentlich am Dienstagmorgen oder mehrmals im Jahr am Wochenende.

    Auftakt · für beide Gruppen

    Einführungswochenende

    Fr 30.10., 15 Uhr – Sa 31.10.2026, 17 Uhr

    Anderthalb Tage, in denen Sie die Arbeitsweise nicht erklärt bekommen, sondern erleben: Stille, Wahrnehmungsübungen zu zweit, Gespräch im Kreis, Fragen. Danach wissen Sie, ob dieser Raum Ihrer ist — und wir wissen es auch. Das Wochenende ist der empfohlene Einstieg in beide fortlaufenden Gruppen; die Plätze sind begrenzt.

    Fortlaufende Gruppe I · wöchentlich

    Dienstagmorgen

    ab Di 10.11.2026 · wöchentlich 8–10 Uhr

    Wöchentlich außer in den bayerischen Schulferien, Richard-Wagner-Straße 9, München. Maximal 14 Teilnehmende, jede und jeder mit einer festen Bezugsperson unter uns beiden Leitern.

    Die Uhrzeit ist Absicht: Was Sie um acht wahrnehmen, nehmen Sie um zehn mit in Ihren Tag.

    Fortlaufende Gruppe II · am Wochenende

    Wochenendgruppe

    erster Termin 27./28. November 2026 · 6–7 Termine im Jahr

    Für alle, denen ein wöchentlicher Morgentermin nicht möglich ist: dieselbe Arbeit, in längeren Bögen. Sechs bis sieben Wochenendtermine über das Jahr verteilt, ebenfalls in der Richard-Wagner-Straße 9.

    Was der Dienstagsgruppe der Rhythmus ist, ist hier die Tiefe der zusammenhängenden Zeit. Kosten auf Anfrage.

    Kosten

    Es gibt drei Wege.

    Krankenkasse

    Die Kosten können von der Krankenkasse übernommen werden — gesetzlich oder, je nach Tarif, privat.

    Beratungsstelle

    Oder sie werden über die Psychosomatische Beratungsstelle getragen.

    Selbstzahler

    Oder Sie tragen sie selbst.

    Welcher Weg für Sie in Frage kommt, klären wir im Vorgespräch — auch für das Einführungswochenende und die Wochenendgruppe. Geld soll nicht der Grund sein, nicht zu kommen: sprechen Sie uns an.

    Über uns

    Menschen sitzen zusammen.
    Etwas geschieht.

    Wir bleiben nah genug daran, dass es nicht sofort zur Theorie wird — und genau genug, dass es nicht nur Gefühl bleibt.

    Porträt von Zoltan Gal

    Zoltan Gal

    Psychologe · Gruppenarbeit & Beratung

    Über zwanzig Jahre Erfahrung in psychologischer Beratung und Begleitung, mehr als zehntausend Einzelstunden und Gruppenarbeit mit vielen tausend Teilnehmenden — von existenziellen Krisen bis zu großen Gruppenformaten. Verbindet psychodynamisches Arbeiten mit kontemplativer Praxis.

    Porträt von Sebastian Peschke

    Sebastian Peschke

    Psychologischer Psychotherapeut

    Psychologe (M.Sc.) und Musikwissenschaftler (M.A.), psychologischer Psychotherapeut mit Schwerpunkt Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie für Erwachsene im Einzel- und Gruppensetting. Weiterbildungen u. a. in humanistischen Verfahren, Hypnotherapie und non-dualer Psychotherapie. Leitet Selbsterfahrung an der Psychosomatischen Beratungsstelle München.

    In Kooperation

    Unsere Gruppen sind eine Veranstaltung in Kooperation mit der Psychosomatischen Beratungsstelle München. Dort arbeiten wir beide seit Jahren — Zoltan Gal in der Leitung, Sebastian Peschke in der Selbsterfahrung. Die Beratungsstelle stellt die Räume, trägt einen Teil der Kosten mit und ist der Ort, an dem diese Arbeit entstanden ist.

    Außerdem auf Anfrage
    Supervision & Fallarbeit
    Workshops & Seminare
    Texte & Forschung
    Häufige Fragen
    Ist das Psychotherapie?

    Für einen Teil der Plätze: ja. Die fortlaufende Gruppe gilt als Gruppenpsychotherapie und steht auch Menschen offen, die Psychotherapie suchen. Ob Ihr Platz therapeutisch gerahmt ist, klären wir im Vorgespräch — beides ist in derselben Gruppe möglich.

    Übernimmt meine Krankenkasse die Kosten?

    Als Gruppenpsychotherapie werden die Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen; private Krankenversicherungen erstatten je nach Tarif, in aller Regel problemlos. Selbstzahler sind ebenso willkommen. Den für Sie passenden Weg klären wir im Vorgespräch.

    Ich arbeite selbst mit Menschen — ist die Gruppe als Selbsterfahrung geeignet?

    Ja. Für Psychotherapeut:innen und andere, die beruflich mit Menschen arbeiten, lässt sich die Gruppe als Selbsterfahrungsgruppe besuchen; Fortbildungspunkte für Psychotherapeut:innen sind beantragt. Eine Grenze benennen wir offen: Die Teilnahme gilt nicht als Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung zur Psychotherapeutin/zum Psychotherapeuten oder der Weiterbildung zum Facharzt für Psychotherapie.

    Muss ich zuerst zum Einführungswochenende?

    Es ist der empfohlene Einstieg — und es gilt für beide fortlaufenden Gruppen: Anderthalb Tage zeigen mehr als jede Beschreibung, und danach wissen beide Seiten, ob es passt. Für welchen Rhythmus Sie sich danach entscheiden, bleibt offen. Ein späterer Einstieg ist nach Vorgespräch möglich, wenn Plätze frei sind.

    Was, wenn alle Plätze vergeben sind?

    Dann nehmen wir Sie auf die Warteliste und melden uns, sobald ein Platz frei wird — die Gruppe ist fortlaufend, es kommt vor.

    Muss ich vor allen anderen über mich sprechen?

    Nein. Niemand wird aufgerufen, niemand muss seine Geschichte erzählen. Sie entscheiden in jedem Moment selbst, was Sie zeigen und was nicht — Schweigen ist eine vollwertige Form der Teilnahme. Erfahrungsgemäß entsteht der Wunsch zu sprechen von allein, sobald der Raum sich als sicher erwiesen hat.

    Bleibt vertraulich, was ich sage?

    Ja. Für uns beide gilt die berufsrechtliche Schweigepflicht. Unter den Teilnehmenden vereinbaren wir zu Beginn ausdrücklich, dass nichts aus der Gruppe nach außen getragen wird.

    Was, wenn ich einmal nicht kann — oder wieder aufhören möchte?

    Einzelne Termine zu verpassen ist normal; sagen Sie uns kurz Bescheid. Und die Gruppe ist kein Vertrag über Jahre: Wenn Sie merken, dass es nicht mehr stimmt, sprechen Sie es an. Wir wünschen uns einen bewussten Abschied statt eines stillen Verschwindens — für Sie und für die Gruppe.

    Kann ich eine Anmeldung widerrufen?

    Ja. Wenn Sie sich per E-Mail oder Telefon anmelden, haben Sie als Verbraucherin oder Verbraucher ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen ab Vertragsschluss. Eine Begründung brauchen Sie nicht; eine kurze Nachricht an kontakt@galpeschke.com genügt. Die vollständige Widerrufsbelehrung und die Teilnahmebedingungen erhalten Sie vor der verbindlichen Anmeldung schriftlich.

    Ich stecke gerade in einer akuten Krise. Ist die Gruppe das Richtige?

    In einer akuten Krise braucht es zuerst einen anderen Rahmen als eine Gruppe. Sprechen Sie uns trotzdem an — wir helfen beim Weg zu passender Unterstützung. Wenn es dringend ist, wenden Sie sich an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, an die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 (kostenfrei, rund um die Uhr) oder im Notfall an 112.

    Keine Erlösung. Mehr Wirklichkeit.

    Wenn etwas in Ihnen
    geantwortet hat —

    Einführungswochenende & Warteliste

    Drei Sätze genügen: wer Sie sind, was Sie herführt, ob Sie zum Einführungswochenende am 30./31.10. kommen möchten. Sie müssen nichts erklären und nichts begründen — alles Weitere besprechen wir persönlich.

    kontakt@galpeschke.com

    Lieber sprechen?

    Zoltan Gal ist donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr telefonisch erreichbar:

    0179 20 444 65

    Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche.